Aktuelles & Wichtiges

zu den QHSE-Themen Qualitätsmanagement, Umweltmanagement, Arbeitssicherheit, Arbeitsschutz, Audit/Begehungen, Büro Check, Gesundheit am Arbeitsplatz in oder um München, Bayern finden Sie hier. Ob als Qualitätsmanager (QM), Umweltmanager (UM) oder Fachkraft für Arbeitssicherheit (FASI/SIFA), öfters vorbei schauen beziehungsweise verlinken lohnt sich.

 

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GPS und wo geht es hier zum Notausgang?

Eine Ansicht, die sich selbst nicht ganz ernst nimmt.
Ein GPS oder die europäische Variante Galileo ist ja eine praktische Sache. Zu jeder Zeit genau zu wissen, wo man ist. Als Kunde habe ich noch eine weitere Anforderung, und zwar die, daß für die Region in der ich mich (vermultlich) bewergen werden, gleich noch die Landkarten mit dabei ist. Und diese natürlich am besten aktuell oder zumindest als ein kostenloses Update via Internet. Es ist ja so praktisch, intuitiv zu bediehnen, und eigentlich für den Nutzer fast kein Aufwand mehr - Google Maps läßt grüßen.

Nur dadurch verlieren scheinbar viele Menschen die einfachsten Fertigkeiten. Zum Beispiel eine Landkarte oder einen Stadtplan (genau die Papierform ist gemeint) lesen bzw. interpretieren zu können. Die elektronische Form auf dem Display ist zwar genauso, aber scheinbar wird diese nicht so wargenommen. Zumindest scheint es so zu sein, daß sich dies - zumindest mittelbar - auf die Kennzeichnung wo sich der nächste Notausgang befindet bzw. die Gestaltung von Flucht- und Rettungsplänen auswirkt. Es ist scheinbar ein Problem, ob der weiß Pfeil auf grünem Quadrat nun nach oben oder unten zeigen soll. 

Dabei ist es ganz einfach! Der Pfeil muß in die Richtung zeigen, in der der Notausgang zu finden ist, wenn ich auf einen Plan schaue. Also über einem Durchgang zeigt der Pfeil nach oben, wenn der Notausgang hinter dem Durchgang liegt. Der Pfeil wandert also 'virtuell' von der Wand vor mir, auf den Plan vor mir (virtuell bzw. vor dem geistigen Auge des Betrachters). Wenn der Pfeil bei einer Treppe nach unten zeigt, dann ist der Notausgang eine Etage tiefer. Also alles kein Problem.



Arbeitsschutzmanagement nach der neuen ISO 45001

  • Was enthält die neue ISO 45001, was nicht?
  • Was ändert sich? Ein Vergleich zu BS OHSAS 18001.
  • Wie lange gilt die BS OHSAS 18001 noch?.
  • Ab wann gilt die neue Norm und kann zertifiziert werden?
  • Gibt es Übergangsfristen?
  • Was ist bei bestehenden und zertifizierten Managementsystemen zu tun?
  • Was bei einer Neu-Implementierung?

Wenn Sie Interesse an unseren Unterlagen (Handout, Literatur-/Link-Liste, Checkliste) zur neuen ISO 45001 haben, fordern Sie bitte hier an. Danke!



Bild des Monats

Ergotopia InfografikErgotopia Infografik

Diese Infografik von Ergotopia kann wohl kaum drastischer sein. Aber in Zeiten von Bewegungsmangel großer Teile der Bevölkerung, hilft es ja vieleicht. Ein Bezug zu den Warnhinweisen auf Zigarettenpackungen ist durchaus gewollt.

"Sitzen ist das Rauchen unserer Generation"
(Q: Harward Business Review)












DIN EN ISO 45001 (Update 01/10/2017)

Der aktuelle Stand der ISO 45001 ist immer noch der 'under development' 40.60 (vom 15/07/2017). Auch nach dem Treffen des PC283 in der KW39/2017 in Malysia. Der ganannte Veröffentlichungs-Termin liegt nach wie vor im zweiten Quartal 2018.

Die im Moment absehbaren Änderungen sind:

  1. Die High-Level-Struktur (HLS) wird übernommen. Und die Begriffe Kontext der Organisation, ineressierte Parteien, Chanchen und Risiken und Kontinuierliche Verbesserung (KVP/KVM) werden eingeführt.
  2. Das Kapitel Betrieb betont die Maßnahmenhirarchie (STOP), die Prozesse außerhalb der Organisation und damit die Kontraktoren (SCC) als auch den Prozeß Beschaffung.
  3. Der Anwendungsbereich (Scope) ist entscheidend für die Anforderungen an die externen Prozesse und damit den internen Prozeß Beschaffung.
  4. Die Beschäftigten (Worker) werden stärker in das Arbeitsschutzmanagementsystem (Consultation/ Participation) eingebunden.



Mach mal PAUSE!

Eine Pause zur rechten Zeit und mit den richtigen Menschen, ist nicht nur gesund, sondern erhöht auch die Leistungsfähigkeit. Sowohl des Teams, der Kreativität als auch der Produktivität.

Nicht umsonst hat der Gesetzgeber 15 Minuten Pause pro drei Stunden vorgesehen. Zwangsweise in der siebten Stunde ununterbrochener Arbeit bzw. danach alle drei Stunden 15 Minuten erneut.

Mache Zeitgenossen scheinen dies völlig außer acht zu lassen und arbeiten die notwendigen Pausen durch. Den meisten Chefs scheint dies nicht zu stören bzw. gerade recht zu sein. Zumindest solange keine Unfälle passieren. Wird in der Unfalluntersuchung festgestellt, das dies kein Einzelfall war und sondern eher die Regel, und der Chef nachweislich nichts dagegen unternommen hat, ist mit empfindlichen Konsequenzen zu rechnen.

Dabei wäre es sinnvoll und förderlich nicht nur diese gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen, sondern sogar eine gewisse Struktur in den Pausen einzuhalten. Und darüber hinaus auch die Tätigkeiten - sofern möglich - ebenfalls zu strukturieren.

Teilen Sie Ihre Pausen nach der 60-30-10 Prozent Regel ein. 60%/18min. sollten Sie mit einer ausgewogenen Mahlzeit - am Besten mit netten Kollegen - verbringen. 30%/9min. Ihrer Pause sollten Sie sich an der frischen Luft bewegen. Und 10%/3min. sollten Sie sich bewusst erholen. Handy, emails, Gespräche, Radio, TV, etc. sind tabu! Vielleicht probieren Sie mal 'Power-Napping'.

Versuchen Sie diese Struktur auch bei Ihrer Arbeit umzusetzen. Wenn Sie einen Bürojob (60%) haben, versuchen Sie im Stehen zu telefonieren. Oder gehen Sie zum Kopierer/Drucker, holen Sie sich einen Kaffee, Tee, Glas Wasser etc. aus der Küche (30%). Schalten Sie regelmäßig von Ihrer aktuellen Tätigkeit ab, unterhalten Sie sich mit Ihren Kollegen über die nächsten Projekte, Firmenevents, Lesetipps, erzählen Sie über Ihren letzten Erfolg und wie Sie ihn erreicht haben, oder hören Sie einfach 'nur' zu, usw.

Wenden Sie sich danach wieder mit neuem Elan und Konzentration ihrer Tätigkeit zu. Und vergessen Sie diese unsäglichen Sprüche von Multitasking! Wenn Sie sich nicht auf eine Sache zur rechten Zeit am rechten Ort konzentrieren, was soll dann dabei rauskommen? Oft sind 10-20 Minuten konzentrierte Tätigkeit effektiver als 1 Stunde Multitasking.

Q: Arbeitszeitgesetz; ASR A4.2 Pausen- und Bereitschaftsräume

Endlich wieder Sommer!

Sagen sich im Moment viele Menschen im Büro. In der Freizeit oder Urlaub begrüßen viele die höheren Temperaturen, die Sonne bzw. die Luft im Freien. Bei der Arbeit bzw. am Arbeitsplatz sieht das - zumindest dem Empfinden nach - ganz anders aus. Und eine Klimaanlage ist nur selten vorhanden. Die Hitzefrei-Regelung gilt auch nur für Schüler und nicht für Erwachsene.

Allerdings ist auch am Arbeitsplatz für erträgliche Umstände durch den Arbeitgeber zu sorgen. So gibt die Arbeitsstättenverordnung Schutzziele bzw. Richtwerte für das Raumklima vor. So soll 20°C (im Winter) nicht unterschritten werden. Der empfohlene Temperaturbereich sollte zwischen 20-21°C liegen (Anm.d.V.: bisschen enge Toleranz) und 26°C im Maximalwert nicht überschreiten. Temperaturschwankungen sollten möglichst vermieden werden.

Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40% - 60% liegen und die Luftgeschwindigkeit (Zugluft) zwischen 0,1m/s - 0,15m/s aber nicht über 0,2m/s liegen. Wird überwiegend am Bildschirm gearbeitet kommt noch eine Sonnenschutz hinzu.

Betrachtet man nun die Anforderungen aus der Arbeitsstättenverordnung und dem technischen Regeln, so könnte man annehmen, dass es doch auf eine Klimaanlage hinaus läuft. Allerdings ergeben sich dabei andere und zusätzliche Probleme. Oft kann man sich aber auch durch andere Maßnahmen 'behelfen'.

  1. Falls die Fenster zu öffnen sind, empfiehlt es sich 1x pro Stunde für ca. 10-15min eine Stoßlüftung durch zu führen. Nutzen Sie die allgemeinen Pausen. Nutzen Sie auch die frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden. Wenn möglich auch die Nacht - Kurz vor Sonnenaufgang ist es meistens am kühlsten.
  2. Verkürzen Sie zeitweilig die Arbeitszeiten oder verändern Sie deren Beginn und Ende.
  3. Nutzen Sie ausreichend Grünpflanzen (keine Imitate!). Und sorgen Sie für ausreichende Pflege (Übernehmen auch Dienstleister).
  4. Achten Sie bei der Beschaffung auf schadstoffarme besser schadstofffreie Materialien/Geräte.
  5. Geräte die nicht direkt am Arbeitsplatz benötigt werden, stellen Sie besser in belüfteten und separaten Räumen auf.
  6. Wenn möglich, nutzen Sie das home office.
  7. Nutzen Sie das kostenlose Angebot des Arbeitgebers von erfrischenden Getränken.
  8. Falls möglich lockern Sie zeitweise die Bekleidung. Achten Sie hierbei bitte auf das Empfinden ihrer Mitmenschen. Danke!

Q: ArbStättV; ASR A3.5; ASR A3.; BGI 7004; ISBN: 978-3-88261-570-8; ISBN: 978-3-88261-691-0; BG BAU - Arbeiten unter der Sonne

Update:

  1. Wenn Sie sich (nicht nur beruflich) im Freien aufhalten, sollten Sie folgendes beachten:  Erkundigen Sie sich nach der aktuellen UV-Indexprognose (link: DWD).
  2. Sorgen Sie für Schatten!
  3. Bedecken Sie soviel Haut wie möglich. Nutzen Sie lange Ärmel und Hosen, eine Kopfbedeckung mit breiter Krempe und bedecken Sie dabei den Nacken, die Ohren und die Wangen. Achten Sie dabei auf die 'Dichte' des Gewebes. Möglichst wenig 'Löcher'.
  4. Wo keine Bedeckung/Abschattung der Haut möglich ist, nutzen Sie Sonnencreme mit hohen Lichtschutzfaktoren (z.B. 50). Wiederholen Sie das Eincremen regelmäßig. Die Anleitung liefert dazu Hinweis und auch zur verwendenden Menge.
  5. Nutzen Sie Sonnenbrillen, die einen UV-Schutz bieten. Meist auf der Innenseite des Bügels durch ein CE-Zeichen zu erkennen. Gewerbliche Sonnenbrillen müssen der EN 166 und EN 172 genügen.

Sind Sie beruflich – nicht nur kurz - im Freien tätig, so sind oben genannte Sonnenschutz-Mittel durch den Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen.
Gilt ab UVI3 und ab UVI5 ist bei der Arbeitsplanung besonders darauf zu achten (Dokumentation bitte nicht vergessen!). Beispielsweise durch Arbeiten an der Westfront am Morgen und an der Ostfront zum Feierabend. Mittags gegebenenfalls an der Nordfront oder innerhalb eines Gebäudes oder im Schatten. Zeiten mit maximaler UV-Strahlung (Mittags) möglichst minimieren, durch z.B. verlängerte Mittagspause. Auch ein vorgezogener Arbeitsbeginn bzw. ein späteres Arbeitsende sind Möglichkeiten. Lassen Sie Ihre Kreativität freien lauf!

Q: BAUA - Optische Strahlung (link: baua)




ISO 45001 verzögert sich

Da zur ISO 45001:DIS nahezu 3000 Einsprüche bzw. Anmerkungen eingingen und die Zustimmung unter 75% lag, wurde beschlossen, eine zweite Runde durchzuführen. Der Draft 2 engl./franz. kann bei der ISO eingesehen werden. Die Abstimmungsphase beginnt am 19.Mai 2017 und endet am 13.Juli 2017. Die Anmerkungen sollen Mitte September 2017 im nächsten Meeting diskutiert werden.

ISO/PC283



Lärm, Lesen und konzentriertes Arbeiten

baiMENTO Lärm

Lärm kann nicht nur störend sein, sondern ist oft schädigend auf das Gehör. Nicht unbedingt sofort, aber in der Gesamtheit auf die ganze Lebensspanne gesehen.
Dies sind aber nicht die einzigen Beeinträchtigungen. Jeder hat die Einflüsse von störenden Geräuschen bereits selbst mal erlebt, wenn Konzentration erforderlich ist. Sei es beim Lesen oder bei diffizilen Arbeiten. Dies führt zu Fehlern sowohl beim Verständnis als auch bei der Ausführung von Tätigkeiten. Oft wird es unter dem Begrif Ausschuss oder Doppelarbeit subsumiert.
Eine BAuA-Studie hat es näher untersucht und ist zu interessanten Ergebnissen gekommen. Generell lässt sich sagen, dass Sprache eine höhere Störwirkung hat als Geräusche. Und das verständliche Sprache mehr negative Einflüsse hat als unverständliche Gespräche. Ebenso ist ein lauterer Lärmpegel beeinträchtigender als ein Geringerer.
Wer sich näher dafür interessiert kann hier Näheres erfahren.

H. Sukowski: Wirkungen von Lärm auf das Lesen. Bisherige Erkenntnisse und Ergebnisse einer Pilotstudie mit Blick auf den ArbeitskontextArtikel "Wirkungen von Lärm auf das Lesen" (Q: BAUA)


Ständige Erreichbarkeit

Ein Thema das immer mehr an Bedeutung gewinnt. Zumal es auch in Zeiten von Smartphones, Flat-Rates und gewissem 'Sucht-Charakter' (ich könnte ja was Wichtiges verpassen!) immer selbstverständlicher wird. Jeder Arbeitgeber bzw. Vorgesetzte sollte sich dabei aber bewusst sein, das eine email, ein Termineintrag oder eine Mitteilung (auch oder gerade die Automatischen), der an Mitarbeiter geht Konsequenzen haben kann. Ob mit oder ohne Einwilligung des Arbeitnehmers. So kann eine Nachricht am Sonntag sehr schnell zum Verstoss der Sonntagsbeschäftigung führen, sofern keinen Genehmigung vorliegt. Ebenso kann eine Mitteilung am Mittwoch z.B. um 18h00 zu einer Unterbrechung der Ruhezeiten führen. Betrifft dies eine Berufskraftfahrer, und hat dieser einen Verkehrunfall, kann dies einen Angriffspunkt der gegnerischen Versicherung nach sich ziehen. Ein vermeidbares Problem! Entsprechende Unterweisungen und Sensibilisierungen Ihrer Führungskräfte sollten daher regelmäßig erfolgen. Q: baua 978-88261-039-0


ISO/IEC Direktrive Part 1 - Annex SL - High Level Structure (HSL)

Der Anhang SL gibt Empfehlungen für die Struktur von Mangementsystem-Normen und für eine Terminologie. Aktuell sind die wichtigsten ISO 9001 (Qualität), ISO 14001 (Umwelt), ISO 50001 (Energie) und ISO 14001 (Arbeitsschutz) Richtlinien, die sich gemäß den HLS-Empfehlungen richten. In dieser vorgegebenen Normenstruktur ist eine Änderung unter 10. Verbesserung nicht zugelassen, die Ergänzung durch Unterabschnitte durchaus möglich, In Abschnitt 8 sogar erwünscht.

Die vorhandenen Standardtexte bzw. Begrifflichkeiten/Definitionen des Annex SL können lediglich ergänzt werden. Der PDCA Zyklus und der Prozessgedanke ist kompatibel.

Bei den Abschnitten 4.1 Verstehen der Organisation und des Kontextes sind interne und externe Anforderungen zu erkennen und durch das System in die Ziele zu übertragen.

Im Abschnitt 5.1 Führung und Selbstverpflichtung werden die Erwartungen an die oberste Management präzisiert. Von der obersten Leitung wird eine klare Führung erwartet. Die Führungskräfte müssen die Anforderungen mittels dem Managementsystem in das operative Geschäft umsetzen.

Die Anforderungen an das Risikomanagement werden umfangreicher und es werden konkrete Maßnahmen gefordert, die auch in die Ziele und deren Erreichung einfließen. Es wird ein proaktiver Ansatz erwartet, mehr als nur die Festlegung von Korrekturmaßnahmen.

Der Abschnitt 7.5 Dokumentierte Information erwartet nun unmissverständlich, daß jeder Mitarbeiter für seine Arbeit Arbeitsanweisungen zur Verfügung haben muss.

ISO/IEC Directives Part 1 (8th) and Consolidated ISO Supplement

 


Arbeitssicherheit


Bildschirmarbeitsplatz

Büroarbeitsplatz

Fachkraft für Arbeitssicherheit

ISO 45001

PDCA

 

 Annex SL

 

 Ing.Büro

 

QHSE

HSE